Ein kleiner Traum und wie Gott auch redet!
Im Oktober 2025 hatte ich einen Traum. In diesem Traum habe ich eine Bahnkarte nach Hanbach gekauft. Auf dem Ticket waren diese Daten vermerkt: 26. - 29. Dezember. Als ich aufwachte schaute ich nur auf Google Maps nach, ob der Ort überhaupt existiert (yep). Tatsächlich gibt es auch nur einen einzigen Ort in Deutschland, der genau so geschrieben wird. Danach schrieb ich den Traum noch auf.
Anfang Dezember schaute ich dann noch einmal genauer auf den Traum und entschloss mich endgültig auch wirklich nach Hanbach zu fahren. Also suchte ich nach Gemeinden dort in der Nähe, die mich potentiell aufnehmen könnten. Ich kenne dort unten ja niemanden. Letztendlich kam nur eine Gemeinde in Frage. Ich schrieb dem Pastor eine Email und erklärte kurz meine Situation.
Lange Rede, kurzer Sinn: Wir haben uns abgesprochen und ich bin zu der Gemeinde hin, die ca. 5min mit Auto von Hanbach entfernt ist.
Dort angekommen, holte mich der Pastor vom Bahnhof ab und ich lernte seine Familie kennen. Da ich für die paar Tage in der Gemeinde schlafen konnte, richtete ich mich dort erstmal ein. Gott und ich verbrachten viel Zeit zusammen. (Erstes Bild oben).
Am Sonntag war Gottesdienst und der Pastor hat mich auf die Bühne geholt um mich der Gemeinde vorzustellen. Ich durfte von dem Traum erzählen. Nach dem Gottesdienst habe ich mit sehr sehr vielen Leuten geredet. Viele sagten, wie gesehen und geliebt sie sich von Gott fühlten (nicht jeden Tag wird jemand aus Berlin in eine Kleinstadt gesandt, um die Leute zu ermutigen). Ich war so froh, das zu hören. Genau darum bat ich Gott vor dem Trip: Dass Er durch mich andere ermutigen und lieben würde.
Und dann kam eine sichtlich bewegte Frau auf mich zu und fing direkt an zu reden. Sie ist in Hanbach aufgewachsen, lebt aber jetzt in den Niederlanden und ist nur für zwei Wochen in Deutschland um ihr Elternhaus zu verkaufen. Eigentlich gehört sie keiner Gemeinde an und besucht keine Gottesdienste. An diesem Sonntag jedoch kam sie aus irgendeinem Grund in die Gemeinde. Sie konnte es kaum glauben, dass was ich erzählte, auch wirklich wahr ist. Inzwischen hatte ich endlich ihren Namen herausgefunden und sie vertraute mir große Teile ihrer Familiengeschichte an. Wenn ich an sie denke, bitte ich Gott, dass sie Ihn erkennt und durch Ihn geheilt wird.
Einige (inklusive der Frau, dem Pastor, und mir) fuhren noch nach Hanbach um für den Ort ganz spezifisch zu beten. Dort trafen wir dann noch die gesamte Familie der Frau an. Anscheinend waren diese unerwartet zu Besuch und ich konnte nochmal von dem Traum erzählen.
Am Abend traf ich nochmal zwei Frauen aus der Gemeinde an. Sie erzählten mir, dass sie jede Woche zusammen kommen und beten. Sie beten dafür, dass die Gemeinde Gott ganz persönlich kennenlernt und der Heilige Geist unter ihnen bemerkbar wirkt. Beide empfanden meine Anwesenheit als Gebetserhörung und Ermutigung. Auch sie fühlten sich sehr gesehen von Gott.
Außerdem kam noch ein anderes, kleines Puzzleteil dazu: An dem Morgen an dem ich dem Pastor die erste Email schrieb, hatte er gerade ein Buch über den Heiligen Geist angefangen. Als er dann meine Email las, konnte er sie also nicht ignorieren. Vor einiger Zeit hatte eine der Frauen dem Pastor dieses Buch über den Heiligen Geist geschenkt.
Und dann traf ich ein Mädchen. Direkt als ich sie zum ersten Mal sah, ahnte ich, dass wir uns in einigen Aspekten sehr ähnlich sind. Das hat sich im Laufe unseres Gesprächs bestätigt. Als ich so alt war wie sie, kämpfte ich mit ganz ähnlichen Themen. Mein Herz schmerzt also sehr für sie. Vielleicht das Coolste an dem ganzen Trip: Im Sommer fliegt sie nach Perth (Australien) um dort ein Jahr lang zur Schule zu gehen. Nach Perth!!!! Also genau dorthin, wo ich für die nächsten 6 Monate sein werde. Bitte was?!
Wir wollen uns auf jeden Fall treffen. Ich bete schon jetzt, dass das 1. auch wirklich möglich sein wird und 2. Gott eine Sehnsucht nach Ihm in ihr Herz legt.
Obwohl noch ganz viele andere kleine “Zufälle” in Hanbach passiert sind, beende ich die Geschichte jetzt mal.
Elly