Schritt für Schritt Umzug in ein neues Land

Wenn wir auf die letzten Monate zurückblicken, fällt uns vor allem eines auf: Gott hat sich um so viele kleine Details gekümmert!
Schon in den letzten Wochen in Brasilien haben wir das erlebt. Die Abschiede waren nicht einfach. Nach so vielen Jahren in der Gemeinde, mit Freunden, Menschen die uns begleitet hatten und einer ganzen Geschichte, die wir dort erlebt hatten, hieß es plötzlich: Abschied nehmen und loslassen.
Besonders der Abschied von der mennonitischen Gemeinde war für uns emotional, aber auch dort haben wir Gottes Fürsorge erlebt. Wir durften nicht einfach nur gehen: wir wurden gesegnet, verabschiedet und mit Gebet auf den Weg geschickt. Das hat uns getragen!
Dann kam die Reise nach São Paulo, um unsere Visa abzuholen. Auch da gab es viele Dinge, die wir nicht in der Hand hatten. Wir konnten nur unseren Teil tun und den Rest Gott anvertrauen. Und am Ende hielten wir tatsächlich unsere Pässe mit den Visa in den Händen.
Kurz darauf der Abschied am Flughafen in Curitiba. Fünf Menschen mit Gepäck, viele Umarmungen und ziemlich gemischte Gefühle. Wir wussten, dass vor uns etwas Neues lag. Aber wie würde dieses neue Leben aussehen?
Dann kamen wir in Deutschland an: 
Wir hatten noch keine eigene Wohnung. Die Kinder mussten sich in einer neuen Umgebung zurechtfinden. Die Sprache war neu und viele Dinge mussten organisiert werden. Trotzdem hatten wir immer wieder das Gefühl: Wir sind nicht allein!
Da war die Gastfreundschaft von Menschen, bei denen wir zunächst wohnen konnten. Dann kam unsere eigene Wohnung. Menschen halfen uns bei den ersten Schritten, bei Formularen, bei der Schule, bei ganz praktischen Dingen. Für unsere Wohnung bekamen wir Hilfe und sogar Möbel angeboten. Unsere Kinder fanden ihre ersten Wege in den neuen Alltag.
Wenn wir heute auf all das zurückblicken, sehen wir nicht einen großen Moment in dem plötzlich alles perfekt war. Wir sehen viele kleine Momente in denen Gott zur richtigen Zeit für uns gesorgt hat! 
Und besonders schön ist für uns, dass Gottes Fürsorge dabei oft durch Menschen sichtbar wurde.
Jemand der geholfen hat. Jemand der etwas organisiert hat. Jemand der uns etwas geschenkt hat. Jemand der einfach gefragt hat: „Wie können wir euch helfen?“
Vielleicht ist genau das etwas das wir in diesen Monaten neu gelernt haben: Gott versorgt uns nicht immer auf spektakuläre Weise. Manchmal tut er es durch Menschen, die einfach bereit sind da zu sein.
Wir sind noch am Anfang unseres Weges hier. Es gibt weiterhin vieles was wir lernen und organisieren müssen, aber wenn wir zurückblicken können wir nur dankbar sagen:
Gott hat uns Schritt für Schritt geführt und sich um die Details gekümmert!
Und wir sind gespannt, was er noch vorhat. 

Rodney und Elaine